Potenzialanalyse in der Q1

Der Weg zum beruflichen Erfolg

Welche Tätigkeit soll dein Leben füllen? Für welchen Job oder Studium bist du gemacht? Was steckt wirklich in dir?

Eine Potenzialanalyse hilft dir, genau das herauszufinden und dir selbst und deinen Wünschen auf die Spur zu kommen. Mit verschiedenen Methoden und Verfahren helfen dir fachkundige Coachs und Experten dabei, deine Werthaltungen, (verborgenen) Talente, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erkennen sowie berufliche Potenziale zu ermitteln. Anhand deiner Persönlichkeitsmerkmale und individuellen Kompetenzen kannst du so die Richtung deiner zukünftigen Laufbahn bestimmen. Die für dich passenden Aufgaben und der richtige Arbeitsplatz sind wichtig, immerhin bestimmen sie maßgeblich über deine Zufriedenheit, dein Selbstwertgefühl, deine Gesundheit und deine Lebensqualität. Und nicht zuletzt über dein Einkommen, das häufig auch davon profitiert.

Ziel der Potenzialanalyse

ist es, dich deiner beruflichen Selbstverwirklichung näher zu bringen indem du deine persönlichen und beruflichen Stärken und Schwächen kennen lernst, du genau weißt, wo deine Präferenzen liegen und dir klar ist, wo du hinwillst.
Jeder Mensch hat individuelle Schlüsselkompetenzen, die ihn einzigartig machen, und Einzigartigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Wenn du dich mit deinen Potenzialen und Zielen auseinandersetzen, wird es dir leichter fallen, den richtigen beruflichen Weg einzuschlagen.

Die Potenzialanalyse führt zu einer zielgerichteten Studien- und Berufsorientierung und damit einhergehend zum Wohlfühlen im Arbeitsalltag.
Was versteht man unter einer Potenzialanalyse
Wie Sie sich selbst auf die Spur kommen
Die Potenzialanalyse (kurz PA) ist ein strukturiertes Verfahren zur Ermittlung und Erfassung bestimmter persönlicher Eigenschaften, Verhaltensmuster und Fähigkeiten. Mit verschiedenen Methoden und Instrumenten beleuchten fachkundige Experten dein individuelles Muster aus Stärken, Interessen und Talenten. Die Coachs helfen dir dabei, folgende Fragen zu beantworten:

Was für ein Mensch bin ich?
Was kann ich?
Was und wohin will ich?

Die Ergebnisse der durchgeführten Analysen und Tests werden professionell ausgewertet und mit Bewertungskriterien verglichen. So erhälst du ein möglichst objektives Bild deiner individuellen Persönlichkeitseigenschaften und Qualifizierungsmerkmale. Oft wird dabei auch Verborgenes zu Tage getragen, wodurch sich bisher unentdeckte Möglichkeiten und neue Handlungsspielräume für dich und deine berufliche Verwirklichung ergeben können.

Mit der Potenzialanalyse entdeckst du nicht nur deine ganz eigene und einzigartige Erfolgskombination aus Eigenschaften, Fähigkeiten und Neigungen, sondern du gewinnst auch an Selbsteinschätzungskompetenz.

Hierbei ist ein hohes Maß an Beteiligung erforderlich. Willst du dir selbst auf die Spur kommen, muss du gehörig mitarbeiten und dich intensiv mit dir auseinandersetzen. Doch der Aufwand an Reflexionsarbeit lohnt sich: Du erhälst einen tiefen und systematischen Einblick in deine Persönlichkeitsstruktur sowie in deine Denk- und Verhaltensweisen.

Das Ergebnis der Potenzialanalyse ist ein klares Profil deiner persönlichen Eigenschaften sowie deiner beruflichen Orientierung, deines Arbeitsverhaltens und deiner Sozialkompetenz. Die Erkenntnisgewinne kannst du optimal für deine Zieldefinition und Karriereplanung einsetzen. Du suchst dann gezielter nach passenden Studien- und Ausbildungsmöglichkeit und bist mutiger, was die Ablehnung von nicht geeigneten Stellen betrifft.

Das Potenzialanalyse-Team unterstützt dich auch nach der Durchführung, so dass du dich bei Fragen jederzeit an das Thimm-Team wenden kannst. Weitere Informationen zu unserem Partner findest du auch unter:

http://www.ibk-thimm.de/

Bewerberseminar in der Jahrgangsstufe 8

Wie finde ich einen Praktikumsplatz, der zu mir passt? Was gehört in die Bewerbungsmappe? Worauf ist beim Vorstellungsgespräch zu achten? Mit handlungsorientierte Methoden leiten Coaches des Barmer GEK-Teams durch eine vier Unterrichtsstunden umfassende Veranstaltung, in der die Schülerinnen und Schüler Antworten auf ihre Fragen rund um das Thema Bewerbung finden. Das Angebot zielt darauf ab, die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig auf das Thema Studien- und Berufswahlorientierung zu sensibilisieren und sie mit tools für die Praktikumsplatzsuche im Rahmen des Schülerbetriebspraktikums in der Jahrgangsstufe 9 auszustatten.

Das Assessment-Center-Training in der Q1

Ein Assessment Center (AC) wird vor allem von Unternehmen bei der Einstellung von Hochschulabsolventen oder Managern eingesetzt. Manche Großunternehmen schicken aber auch schon mal ihre zukünftigen Azubis durch diesen Prüfungs-Marathon.

Beim AC stellen neben Unternehmen zunehmend auch Hochschulen ihren zukünftigen Azubis und Studenten ganz unterschiedliche Aufgaben, meist gemeinsam mit anderen Bewerberinnen und Bewerbern. Diese müssen z. B. in einer Gruppe diskutieren oder einen Vortrag halten. In sogenannten "Rollenspielen" werden Situationen simuliert. Auch praktische Aufgaben, die allein bzw. im Team gelöst werden müssen, sowie einzelne Testverfahren können dabei sein.
Sämtliche Aufgaben werden dabei von mehreren Beobachtern begleitet, die vor allem soziale Kompetenz genauer unter die Lupe nehmen.

Ein Assessment Center ist nicht nur anstrengend, sondern bedarf auch einer sehr guten Vorbereitung. Diese Vorbereitung erfolgt durch das Team der Barmer GEK, das für interessierte Schülerinnen und Schüler der Q1 ein AC-Training anbietet.

sportfest thg 1 mittelIm Rahmen des Bildungsauftrags des Gymnasiums in der Sekundarstufe I erschließt der Sportunterricht den Schülerinnen und Schülern einen Lebens- und Erfahrungsraum besonderer Prägung und leistet hierdurch seinen spezifischen Beitrag zur Entwicklung und Förderung ganzheitlicher Bildung.

Im Zentrum dieses Lern- und Erfahrungsfeldes stehen die eigene Bewegung und Körpererfahrung in unterschiedlichen individuellen und sozialen sportlichen Handlungszusammenhängen mit unterschiedlichen Sinnrichtungen und Motiven sowie ihre Bedeutsamkeit für das Leben der Schülerinnen und Schüler als einzelne und in der Gemeinschaft.

Als pädagogische Leitidee für den erziehenden Schulsport insgesamt und damit auch für den Sportunterricht wird in diesem Zusammenhang der folgende Doppelauftrag formuliert:

Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport und Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur.

Dieser Doppelauftrag wird im Schulsport und insbesondere im Sportunterricht immer auf der Grundlage der sechs pädagogischen Perspektiven realisiert, die in den Rahmenvorgaben ausführlich erläutert sind.

Den Schülerinnen und Schülern soll ermöglicht werden, sich in ihren Lebens- und Erfahrungsräumen auf die Wirklichkeit von Bewegung, Spiel und Sport in unterschiedlichen sozialen Konstellationen mit unterschiedlichen Sinnrichtungen und Motiven einzulassen, diese sportlichen Lebens- und Erfahrungsräume für sich selbst und für andere gewinnbringend zu gestalten und das eigene Tun und Erleben mit Blick auf die Bedeutung für die eigene Person und die Person anderer kritisch zu reflektieren und zu beurteilen.

Bereits im Sportunterricht der Sekundarstufe I des Gymnasiums erwerben die Schülerinnen und Schüler, insbesondere auch mit Blick auf das Fach Sport in der gymnasialen Oberstufe, Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen im Rahmen einer reflektierten Praxis in enger Praxis-Theorie-Verknüpfung fachliche Fragestellungen und Sachverhalte zu beurteilen, um auch komplexe sportliche Handlungssituationen entsprechend zu bewältigen.

Diese Handlungskompetenz ist Grundlage dafür, dass Schülerinnen und Schüler eine eigene bewegungs- und sportbezogene Identität ausbilden können.

Die gymnasiale Oberstufe setzt die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Sekundarstufe I fort. Erziehung und Unterricht der gymnasialen Oberstufe sollen zu einer wissenschaftspropädeutischen führen sowie Hilfen geben zur persönlichen Entfaltung in sozialer Verantwortlichkeit. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler zunehmend selbstverantwortlich für ihr Lernen sein und bei der Bewältigung anspruchsvoller Lernaufgaben ihre Kompetenzen zu erweitern. 

Eine gute Zusammenarbeit

Der Fachkräftebedarf, die demographische Entwicklung und natürlich die Vermittlung von Jugendlichen in Ausbildung und Studium – es gibt gute Gründe, die bereits enge Zusammenarbeit zwischen Herrn Kipka von der Agentur für Arbeit Recklinghausen und dem Theodor-Heuss-Gymnasium noch weiter zu intensivieren. Aus diesem Anlass wird auch in diesem Schuljahr eine feste Sprechstunde durch Herrn Kipka am THG angeboten, zu der Schülerinnen und Schüler, gerne auch in Begleitung der Eltern, ab der Jgst. 8 mit ihren Fragen zum Beruf und Studium hingehen können. Die Termine für die Sprechstunden erfolgen nach Vereinbarung.

Wie in den Jahren zuvor auch, wird Herr Kipka auch in diesem Schuljahr an beiden Elternsprechtagen die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern beraten. Für die Jgst. Q1 ist erneut eine für alle Schülerinnen und Schüler verbindliche Berufs- und Studienberatung vorgesehen.

Die Welt spricht Spanisch – und wir am THG auch!

Das Erlernen der spanischen Sprache eröffnet den Schülerinnen und Schülern einen Zugang zur gesamten spanisch-sprachigen Welt, d.h. zu Wertvorstellungen, Gesellschaftssystemen, Wirtschaftsformen und Kulturen von 26 Staaten in vier Erdteilen. Spanisch ist eine Weltsprache wie Englisch und Französisch. Es ist eine der UNO-Sprachen und als Amts- oder Verkehrssprache in vielen anderen internationalen Organisationen vertreten. Spanisch wird von nahezu 400 Millionen Menschen gesprochen; der weitaus größte Teil von ihnen lebt in Spanien und Lateinamerika, aber auch in den USA ist Spanisch Muttersprache von mehr als 40 Millionen Menschen.

Im Zuge einer globalen wirtschaftlichen Vernetzung ist Spanisch ein wichtiger Schlüssel zum mittel- und südamerikanischen Kontinent; viele Firmen und Betriebe mit Kontakten zu Lateinamerika wissen um die zentrale Bedeutung der spanischen Sprache.
Außer in politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen spielt die spanische Sprache vor allem als Trägerin und Vermittlerin von Kulturen in Spanien und Lateinamerika eine bedeutende Rolle: über die spanische Sprache wird der Zugang zu unterschiedlichen europäischen Traditionen in den Regionen Spaniens und zu lateinamerikanischen Kulturen eröffnet.

In AGs und im Spanischunterricht selbst werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, sich einer schulexternen Prüfung zu unterziehen und das DELE-Zertifikat (Diplomas de Español como Lengua Extranjera) zu erwerben. Der Nachweis einer erfolgreichen Teilnahme an einer DELE-Prüfung eröffnet zusätzliche Chancen bei Bewerbungen und Berufswahl.

Das Fach Naturwissenschaften im Wahlpflichtbereich II (NW) richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die Interesse für Natur, Umwelt, Technik haben und Freude an kreativem, selbstständigem Arbeiten und Experimentieren mitbringen.

Der Unterricht ist handlungsorientiert ausgerichtet: Das Planen, Durchführen und Auswerten von Schülerexperimenten bestimmen den Unterricht genauso wie projektorientiertes Arbeiten in Gruppen.

Computergestütztes Arbeiten spielt bei der Messwerterfassung, Darstellung von Messwerten, Simulationen und bei der Auswertung von Daten eine Rolle. Die Schüler lernen naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen,  um damit sowohl die Freude am naturwissenschaftlichen Arbeiten zu erhalten als auch eine solide Grundlage für die Arbeit in der zukünftigen Oberstufe zu legen.

Wir suchen regelmäßig außerunterrichtliche Lernorte auf, die die Arbeit in der Schule ergänzen, z.B. das Wasserwerk Haltern, das Strommuseum, die Halde Hoheward und die Hochschule Bochum. In Zusammenarbeit mit MINT-Marl sind wir seit einiger Zeit Gast auf der  Hannovermesse „TecToYou“, um dort berufliche Perspektiven im technischen Bereich zu erkunden.

Bei der Gestaltung der Kursinhalte und -themen arbeiten wir eng mit dem ZDI-Zentrum in Marl zusammen und entwickeln die Sequenzen ständig weiter und passen sie an neue technische Entwicklungen an. Wir nennen den Kurs "Junior-Ingenieur-Akademie", weil die Arbeit über das klassich Naturwissenschaftliche hinaus auch technisch ausgerichtet ist. Zurzeit behandeln wir diese Kursthemen: Bautechnik, Bionik, Niedrigenergiehaus, elektronische Schaltungen, Sensoren und Speicher, Robotik und Aerodynamik.

Im Rahmen der sozialwissenschaftlichen Bildung leistet das Fach einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Erziehung. Zentrales Bildungsziel des Unterrichts im Fach Sozialwissenschaften ist der Erwerb der Demokratiefähigkeit durch aktives Demokratielernen. Dieses ist zugleich Fach- und Unterrichtsprinzip.

Demokratielernen steht für den Erwerb jener Kompetenzen, die Heranwachsende dabei unterstützen, Schritt für Schritt ihre unterschiedlichen Rollen als Bürgerinnen und Bürger in Gesellschaft, Staat und Wirtschaft zu übernehmen, kritisch zu reflektieren und zu gestalten. Diese aktive Rollenübernahme schließt ein, eigene Interessen, Rechte und Pflichten selbstbestimmt und in sozialer Verantwortung wahrzunehmen, Partizipation zu leben, Konflikte angesichts der Verschiedenheit und Vielfalt menschlicher Interessen und Wertvorstellungen in einer demokratischen und pluralen Gesellschaft als gegeben zu akzeptieren und sie unter Anerkennung der Menschenrechte und der grundlegenden Wertebezüge der Verfassung in den durch die Verfassung legitimierten Formen der demokratischen Willensbildung und Entscheidungsfindung im Zusammen- und Widerspiel der politischen und gesellschaftlichen Kräfte auszutragen.

Demokratie wird dabei im Verständnis des Grundgesetzes zugleich als Lebens-, Gesellschafts-, Wirtschafts- und Regierungsform verstanden. Sowohl die Erhaltung als auch Erneuerung der Demokratie sind auf allen Ebenen Gegenstände der kritischen Auseinandersetzung.

Downloads

G9-Curricula

Schulinerner Lehrplan (PDF-Dokument)

Schulinternes Curriculum  (PDF-Dokument)

Ziele:
Das Fach Informatik im Wahlpflichtbereich II des Gymnasiums soll wichtige Grundlagen und Anwendungen der Informations- undKommunikationstechnologie vermitteln.

Die Auswahl der inhaltlichen Kompetenzen legt ihren Schwerpunkt auf folgende Säulen: 

  • Reflektion über und Analyse von bereits fertigen Produkten und Programmen
  • Medienkompetenz 
  • Einblick in den Computer und seine Arbeitsweise 
  • Anwendung von Software und Handhabung des PCs als Arbeitswerkzeug 
  • Gestaltung und Entwicklung eigener Produkte und Programme 
Weitere grundlegende Kompetenzen, die das Fach Informatik vermitteln möchte, sind sprachliche Ausdrucksfähigkeit, Umgang mit mathematischen Systemen, Verfahren und Modellen. Ebenso sollen erste Einblicke in das Denken und Arbeiten mit komplexen Systemen gegeben werden. 
Inhalte:
8/1: Umgang mit Software und Funktionsweise von Software 
  • Allgemeine Einführung (Programme, Daten, Schulnetz) 
  • Textverarbeitung mit Microsoft Word (Zeichen- und Absatzformatierung, Tabellen, Objekteinbindung, Formatvorlagen) 
  • Mediale Unterstützung von Vorträgen mit Microsoft PowerPoint (grundlegende Arbeitsweise, Masterfolie, [sinnvolle] Animationen) 

8/2: Umgang mit Software und Funktionsweise von Software 

  • Problemlösen mit Tabellenkalkulationssoftware (grundlegenden Arbeitsweise, 
  • Funktionen, [verschachtelte] Wenn-Bedingung, benutzerdefinierte Formatierungen, bedingte Formatierungen, S-Verweis) 
  • Grundlagen der Computerprogrammierung mittels Scratch 

9/1: Softwareprojekt 

  • HTML und CSS 
  • Projektorientierte Vertiefung von HTML incl. CSS 
  • Erstellung einer Projektdokumentation 

9/2: Messen und Steuern bei technischen Prozessen 

  • Einstieg in die Programmierung mit Kara (auf der Basis endlicher Automaten) 
  • Evtl. Java-Hamster 
  • Evtl. Teilnahme an einem Wettbewerb

Voraussetzungen:
Keine! Man muss weder einen Computer besitzen noch jemals einen gesehen haben; ein gewisses Maß an Interesse und eine kontinuierliche positive Arbeitshaltung (> 0) sind allerdings von Nöten! Vor diesem Hintergrund möchte das Fach Informatik in besonderem Maße auch Mädchen ansprechen, da sie dem Umgang mit einem Rechner erfahrungsgemäß zurückhaltender gegenüberstehen als Jungen.

Die Aufgabe des Faches Philosophie innerhalb des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes besteht darin, zum Verstehen der Wirklichkeit als ganzer in ihren vielfältigen Dimensionen beizutragen und dabei die Möglichkeiten und Grenzen des menschlichen Erkenntnisvermögens zu bedenken. Das Fach vermittelt außerdem Einsicht in die normativen Grundlagen menschlichen Handelns. So kann der Philosophieunterricht im Sinne einer aufklärerischen Vernunftkultur zu einem besseren Selbstverstehen, zu gegenseitigem Verständnis und zu Toleranz gegenüber anderen Weltverständnissen und Menschenbildern beitragen. Das Fach eröffnet zudem die Möglichkeit, fachspezifische Kenntnisse in interdisziplinären Zusammenhängen zu reflektieren, und trägt bei zur Orientierung in individuellen und gesellschaftlichen Entscheidungssituationen.

Das Fach Philosophie ist curricular in das gesellschafts­wissenschaftliche Aufgabenfeld eingebunden. Aufgrund seines universellen Frage- und Denkhorizontes überschreitet es jedoch die Grenzen eines einzelnen Aufgabenfeldes und steht zugleich in einer inhaltlichen und methodischen Beziehung zu den Fächern des sprachlich-literarisch-künstlerischen und des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeldes sowie zum Fach Religionslehre.

Ziel des Philosophieunterrichts ist die Befähigung zur philosophischen Problemreflexion. Schülerinnen und Schüler sollen in die Lage versetzt werden, selbstständig zu philosophieren, d.h. grundsätzliche Fragestellungen und Probleme methodisch geleitet und unter Einbezug der philosophischen Tradition zu reflektieren.

Philosophieren kann sich auf mannigfaltige Gegenstände beziehen und ist nicht von vorneherein auf bestimmte Inhalte festgelegt. Gleichwohl haben sich in der Geschichte der Philosophie bestimmte philosophische Disziplinen als besondere Bezugsorte der philosophischen Reflexion herausgebildet, die auch für das Philosophieren in der Schule eine Richtschnur geben. Darüber hinaus sind gegenwärtige gesellschaftlich-politische Fragestellungen für die philosophische Reflexion relevant.

Downloads

G9-Curricula

Kernlernplan Philosophie (PDF-Dokument)