Zum dritten Mal fand am Theodor-Heuss-Gymnasium ein gemeinsames Fastenbrechen statt. Erneut organisierte die Arbeitsgruppe aus engagierten Eltern und Lehrenden ein Fest, das Einblick in muslimische Traditionen und Möglichkeiten für interkulturellen und interreligiösen Austausch bot.
Im vollbesetzten und festlich geschmückten Bürgerhaus-Süd kamen Musliminnen und Muslime sowie nicht muslimische Mitglieder der Schulgemeinde zusammen. Essensspenden – auch von örtlichen Geschäften – sorgten für ein reichliches Buffet, das nach dem Eröffnungsgebet miteinander geteilt wurde. Die vorbetenden Kinder aus der Unterstufe bereicherten das Programm auch abschließend mit einem Lied sowie dem entsprechenden Abschluss-Gebet.
„Ich fand es bewegend, wie die verschiedenen Kulturen auf so friedliche und feierliche Weise aufeinandergetroffen sind“, resümierte die Zehntklässlerin Emily Lipski, die der Veranstaltung erstmals beiwohnte.
Während des Fastenmonats Ramadan verzichten muslimische Gläubige 30 Tage lang von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf das Essen und Trinken. Das abendliche Fastenbrechen (arabisch „Iftar“) wird dann z.B. in Familien- und Freundeskreisen mit Gebeten, der traditionellen ersten Dattel und vielerlei Speisen begangen. „In allen Religionen hat das Fasten eine wichtige Rolle. In diesem Jahr fallen sogar die christliche und die muslimische Fastenzeit zusammen. Es ist schön, dass heute so viele Interessierte zusammenkommen!“, betonte der Schulleiter Herr Schürmann. Mit einer solchen Feier werde der Schulgemeinde ein besonderer Raum gegeben, Fragen zu stellen und einander besser kennen- und verstehen zu lernen.





