„Wir dürfen nicht einfach vergessen [...], weil wir es uns nicht bequem machen dürfen.“
Bundespräsident Theodor Heuss, Dezember 1949
Diese Mahnung unseres Namensgebers versteht die Schulgemeinde des Theodor-Heuss-Gymnasiums als klaren Auftrag. Wir gestalten die Gesellschaft in Gegenwart und Zukunft aktiv gegen das Vergessen mit. Für dieses Engagement im Bereich der Erinnerungsarbeit wurde das THG bereits mehrfach (2009 und 2022) mit dem „Dr. Selig Auerbach“-Preis ausgezeichnet.
Gedenken und Projekte
Unsere Schüler*innen gestalten regelmäßig Gedenkveranstaltungen, die zu Austausch und nachhaltigem Handeln innerhalb unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung motivieren. Die Formate sind vielfältig:
- Kreative Projekte: Lesungen, Vorträge, Hörspielaufnahmen und Ausstellungen (z.B. zur Recklinghäuser Synagoge oder zum 75-jährigen Jubiläum des Grundgesetzes).
- Auszeichnungen: Im Schuljahr 2023/24 erhielt das THG die Ehrung als „Schule gegen Antisemitismus“.
- Stolpersteine: Wir übernehmen Verantwortung im Stadtteil. Die Schülerschaft finanzierte Stolpersteine für die Familie Menschenfreund und pflegt diese sowie weitere Steine auf der Bochumer Straße jährlich durch Gedenkaktionen.
Außerschulische Lernorte und Kooperationen
Um das Geschichtsbewusstsein zu schärfen, arbeiten wir eng mit externen Partnern zusammen. Exkursionen führen uns unter anderem zur Dortmunder Steinwache, in die Recklinghäuser Synagoge oder zu internationalen Gedenkstätten wie Auschwitz, Dachau und Vogelsang.
Die „Theo-AG“
Seit 2019 engagieren sich Schüler*innen in der Theo-AG. Der Fokus liegt auf der aktiven Gestaltung einer lebendigen Erinnerungskultur – sowohl analog als auch digital. Ein besonderer Höhepunkt sind Zeitzeugengespräche (u.a. mit Ruth Weiss und Manfred de Vries), die das Gedenken generationsübergreifend wachhalten.
Erinnern am THG bedeutet, Geschichte zu begegnen, um ein friedliches Heute zu gestalten – „weil wir es uns nicht bequem machen dürfen“!