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Ausgangspunkt im Informatikunterricht ist häufig ein Problem mit direktem lebensweltlichem Bezug. Schülerinnen und Schüler erwerben und erweitern in der aktiven Auseinandersetzung mit komplexen Problemstellungen fundamentale Kompetenzen, die sie zum selbstständigen informatischen Problemlösen befähigen.

Bewältigung von Komplexität & Abstraktion

Mit der Aneignung von Strategien und Techniken zur strukturierten Zerlegung im Problemlöseprozess, zur Algorithmisierung von Abläufen sowie zur formalsprachlichen, grafischen oder symbolischen Beschreibung von Sachverhalten und Zusammenhängen erwerben die Lernenden wichtige Kompetenzen zur Bewältigung von Komplexität. Die Konstruktion eines abstrakten Modells zu einer anwendungsbezogenen Problemstellung fördert das Abstraktionsvermögen sowie kreatives und strukturelles Denken.

Projektarbeit im Team

Die Umsetzung eines informatischen Modells in ein lauffähiges Informatiksystem hat für Schülerinnen und Schüler nicht nur einen hohen Motivationswert, sondern ermöglicht ihnen auch die eigenständige Überprüfung ihrer Ergebnisse. Im Unterricht lassen sich umfangreiche Informatiksysteme nur in arbeitsteiliger, projektorientierter Zusammenarbeit im Team erstellen. Solche Projekte gelingen nur, wenn die gemeinsame Arbeit strukturiert geplant und organisiert wird.

Insgesamt leistet das Fach Informatik in der gymnasialen Oberstufe damit einen wichtigen Beitrag zu einer erweiterten Allgemeinbildung und allgemeinen Studierfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Methodische Gestaltung & Förderung

Der Informatikunterricht erfordert in hohem Maße die Anwendung schüleraktivierender Methoden, die selbstständiges Lernen ermöglichen und individuelle Förderung begünstigen. Unterschiedliche, auch geschlechtsspezifische Herangehensweisen, Interessen, Vorerfahrungen und fachspezifische Kenntnisse werden dabei angemessen berücksichtigt.

Unterrichtsorganisation in der Oberstufe

  • Einführungsphase (EF): Ausgehend von einfachen Fragestellungen und unter Anleitung der Lehrperson werden zunächst einzelne Stufen eines strukturierten Problemlösungsprozesses durchlaufen.
  • Qualifikationsphase (Q1/Q2): Am Ende der Qualifikationsphase sind die Schülerinnen und Schüler in der Lage, komplexe Lösungsansätze in Form von lauffähigen Informatiksystemen weitgehend selbstständig im Team zu entwickeln.

📂 Schulinterne Lehrpläne